Louisa Stroux wurde in Wien geboren. Sie wuchs zweisprachig auf und stand zum ersten Mal schon mit acht Jahren auf den "Brettern, die die Welt bedeuten" als Louison in Molières "Eingebildetem Kranken" im Burgtheater in Wien.
Neben der Schule drehte sie kleinere Rollen in Fernsehspielen, nahm Ballett-, Jazz- und Steppunterricht, viele Jahre auch Klavierunterricht.
Schon mit siebzehn bestand sie in Wien ihr Abitur und ging gleich anschließend von 1995 bis 1998 zur Schauspielausbildung an das Mozarteum Salzburg.
Noch während der Ausbildung war sie bei den Salzburger Festspielen als Spinnweb in Leander Hausmanns Inszenierung von Shakespeares "Sommernachtstraum" engagiert und dann bei den Wiener Festwochen als Prinz Edward in Peter Zadeks Inszenierung von Shakespeares "Richard III", die anschließend auch an den Münchner Kammerspielen zu sehen war.
Harald Clemen engagierte sie als Gast noch während der Schulzeit als Hedwig für Ibsens "Wildente" an das Bonner Theater.
Für ein Jahr ging sie an das Deutsche Nationaltheater Weimar, wo sie das Gretchen in Goethes "Faust I" und die Ottilie in "Die Wahlverwandtschaften" spielte.
Sie gastierte an den Städtischen Bühnen Dortmund als "Fräulein Julie" und wurde wieder von Harald Clemen an das Bonner Theater geholt, diesmal für die Molly in "Das Gartenhaus".
Bis Sommer 2002 war sie fest engagiert am Bonner Theater, spielte inzwischen u.a. die Irina in den "Drei Schwestern", die Klara in Hebbels "Maria Magdalena" und die Imogen in Shakespeares "Cymbelin".
2000 wurde sie vom Land NRW und der Zeitschrift "Theater heute" zu Nachwuchs-Schauspielerin des Jahres gewählt. 2003 erhielt sie den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstler. 2004 erhielt sie den Kritikerpreis für Theater.
Auch im Fernsehen war Louisa Stroux zu sehen. Während ihrer Schulzeit spielte sie in der beliebten ORF-Serie "Der Leihopa" mit. Vor ihrem festen Theaterengagement war sie in Episodenhauptrollen im "Bergdoktor", den "Unzertrennlichen" und "Für alle Fälle Stefanie" zu sehen. Zuletzt hat sie eine Folge von "Rosenheim-Cops" gedreht.
In Bonn spielte sie als Gast die Viola in Shakespeares "Was ihr wollt" und die Celimene in Molieres "Menscheinfeind".
Am Maxim-Gorki-Theater Berlin hatte sie in dem Zweipersonenstück "Zeit im Dunkeln" von Mankell mit der Rolle der Tochter großen Erfolg und spielte das auch auf Tournee.
An den Hamburger Kammerspielen spielte sie mit Monika Bleibtreu in "Eisen".
Von 2005-2010 war sie bei Elmar Goerden am Schauspielhaus Bochum engagiert, wo sie u.a. die Ismene in "Antigone", die Lavinia in Botho Strauß' "Die Schändung", die Stella in "Endstation Sehnsucht", Maggie in Williams "Die Katze auf dem heißen Blechdach", Meroe in "Penthesilea", Lavinia in O' Neills Drama "Trauer muß Elektra tragen", Bobbi in "Some Girl(s)" und die Babsi in "Wohnen.Unter Glas", gespielt hat.
Louisa Stroux lebt mit Tochter in München.
Stand Mai 2011