Günther Schramm wurde in Potsdam in eine Arztfamilie hineingeboren. Nach dem Krieg folgte Umzug und Schule zuerst in Hannover, dann in Hamburg.
In beiden Städten legte er heimlich die Eignungs-Prüfung vor der Bühnengenossenschaft ab, der Vater aber verbot die Ausbildung. Also mußte er das Geld für die Schauspielschule nun mit Jobs verdienen.
Zusammen mit einem Buchhändler und seiner ersten Frau gründete Günther Schramm das literarische Kabarett "Die Buchfinken". Es folgten drei Jahre am Thalia-Theater in Hamburg. Anschließend die Hamburger Kammerspiele, an denen er seine zweite Frau Gudrun Thielemann kennenlernte.
In Hamburg begann Günther Schramm auch für den Funk und das Fernsehen zu arbeiten.
Nachdem immer mehr Dreharbeiten in München stattfanden, verließ er das feste Theater-Engagement und zog freiberuflich dorthin um.
Er drehte ca. 50 Fernsehspiele u.a. "Draußen vor der Tür", "Kreuze am Horizont", "Er ging an meiner Seite", "Dame Kobold", "Kriegsgericht", "Unsterblichkeit mit Marschmusik", "Carrie", "Oh, diese Geister", "Lord Arthur Savilles Verbrechen", "Das Feuerzeichen", "Es führt kein Weg zurück", "Mariana Pineda", "In einem Monat - in einem Jahr", "Der Mann mit meinem Namen" und den Dreiteiler "Verräter".
Daneben viele Serien wie " Unsere große Schwester", "Großer Mann, was nun?", "Algebra um 8" und "Alles unter einem Dach". Außerdem Kinofilme wie "Als geheilt entlassen", "Schneewittchen und die sieben Gaukler", "Die Verlogenen".
Er war bereits ein bekannter Schauspieler als 1968 die Dreharbeiten zu der bis heute wohl berühmtesten Serie "Der Kommissar" begannen. Sieben Jahre lang war er in 97 Folgen Assistent von "Kommissar" Erik Ode und wurde mit Bambis und großer Popularität dafür belohnt.
Noch berühmter wurde er dann durch seine Show- und Unterhaltungssendungen wie "Baden-Badener Roulette", "Show-Report", "Alles oder Nichts" und "Erkennen Sie die Melodie?"
Das Theater gehört aber immer noch zu seinen Leidenschaften. Gastspiele führten ihn nach Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart, München und auf Tourneen durch Deutschland mit so schönen Stücken wie "Unsere kleine Stadt", "Was willst Du denn beim Film?", "Nächstes Jahr, gleiche Zeit", "Der Schlawiner", "Aus Mangel an Beweisen", "Bezaubernde Julia" und "Columbo - Mord auf Rezept".
Genauso gerne steht Günther Schramm aber vor der Kamera. Er war u.a. zu sehen in "Für die Liebe ist es nie zu spät", Rosamunde Pilchers "Ruf der Vergangenheit" Regie Rolf von Sydow, "Die andere Eva" Regie Gloria Behrens, "Begegnung am Meer" Regie Karola Meder, im "Bernstein - Amulett" Regie Gabi Kubach und dem Doku-Fernsehspiel über die Elf-Aquitaine-Affaire "Männer mit Macht" unter der Regie von Raymund Ley, in dem er Walter Leisler-Kiep spielte.
Dann drehte er bei Sharon von Wietersheim "Auf den Spuren der Vergangenheit", den Zweiteiler "Ums Paradies betrogen" bei Stefan Bartmann und "Liebe hat Flügel" bei Marco Serafini.
Zwei Jahren lang war er mit der Komödie "Endlich allein" mit Monika Peitsch als Partnerin immer wieder auf Tournee und in der Komödie im Bayerischen Hof München zu sehen.
Inzwischen drehte er in Norwegen für das ZDF "Fjorde der Sehnsucht", die "Kreuzfahrt ins Glück" in Burma und ein "Traumschiff - Special" in Kenia und auf den Malediven.
Seit 2006 spielt er im "Forsthaus Falkenau" eine durchgehende Rolle. Jeweils zum Auftakt der Serie wurden die Specials "Gefangen auf Teneriffa" und "Feuer und Eis" gedreht, in denen er ebenfalls mitwirkte.
2009 übernahm er zudem eine Gastrolle in der Serie "Geld.Macht.Liebe" unter der Regie von Helmut Metzger und in dem Fernsehfilm "Die geerbte Familie", Regie Christine Kabisch. 2010 drehte er eine Folge für die "SOKO 5113" in München.
Günther Schramm lebt mit Ehefrau in München.
Stand Juli 2011