Geboren und aufgewachsen in München begann Lilian Naumann als Sechsjährige mit einer Tanzausbildung in Ballett, Jazz, Modern Dance und vor allem Steppen, womit sie bereits im Alter von elf Jahren diverse Meisterschaften gewann. Nach ihrer dreijährigen Ausbildung am Schauspiel München nahm sie weiterhin Unterricht bei den Schauspielerinnen Christa Berndl und Annette Paulmann, sowie dem Regisseur Ulrich Heising. In dieser Zeit sammelte Lilian Naumann auch bereits erste Filmerfahrungen in Produktionen der Filmhochschule München.
Nach mehreren Rollen in einigen "Komödienstadl" - Produktionen, drehte sie bei Bernd Fischerauer für dessen Zweiteiler "Apollonia", einem bayerischen Familiendrama für das Bayerische Fernsehen.
2005 stand sie zum ersten Mal auf der Bühne bei den Tiroler Volksschauspielen in Telfs als Innocentia in Lautensacks böser Komödie "Hahnenkampf" unter der Regie von Monika Baumgartner, sowie an den Münchner Kammerspielen im Rahmen des Dramatikerwochenendes 2006 in der erfolgreichen Produktion "Neues Land" unter der Regie von Christiane Pohle.
Es folgten seither viele Fernsehproduktionen, u.a. "Mozart - Ich hätte München Ehre gemacht" Regie Bernd Fischerauer, "Karl Valentin und Liesl Karlstadt" Regie Jo Baier, "Die göttliche Sophie" Regie Hajo Gies, "Der Brandner Kaspar" - Kino Regie Joseph Vilsmaier und diverse Folgen in Krimi-Produktionen wie "Der Alte" Regie u.a. Vadim Glowna, „ Die Rosenheim Cops“ oder "SOKO 5113". Von 2005 - 2008 hatte sie eine durchgehende Rolle in der ZDF-Serie "Forsthaus Falkenau" übernommen.
Sie drehte mehrere Filme unter der Regie von Martin Enlen, u.a. den historischen Zweiteiler "Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf", sowie das DDR-Drama "Masserberg".
Seit 2007 tritt sie auch vermehrt als Sängerin in diversen Musiktheaterproduktionen auf. So gastiert sie u.a. regelmäßig mit der musikalischen Revue "Komm' ein bißchen mit.." Regie Monika Baumgartner an diversen Bühnen und Festivals. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Amélie Sandmann und einer siebenköpfigen Kapelle singt sie sich unter dem Namen "Damenwunder & Band" erfolgreich durch die Jazz-Schlager-Welt der 50er Jahre.
Sowohl 2009 als auch 2010 sang und spielte Lilian Naumann die Doppelrolle "Else/Rosalie" in der grotesken Operetten-Satire "Felizitas die Zigeunerprinzessin" Musik Toni Mauser unter der Regie von Georg Blüml beim Kulturwald-Klassik-Festival. Dort sang sie 2010 auch das „Zuckergoscherl“ in Moritz Eggerts zeitgenössischem Singspiel „Bordellballade“.
Im Sommer 2011 war sie bei den Luisenburg Festspielen in dem Stück „Der Holledauer Schimmel“ von Johannes Alois Lippl unter der Regie von Steffi Kammermeier zu sehen.
2012 singt und spielt sie die „Fee“ in Jochen Schölch's „Pinocchio“-Adaption im Metropol Theater München. Für diese Coproduktion mit den Stadttheatern Ingolstadt und Fürth lieferte Martyn Jacques von den Tiger Lillies die Musik.
Lilian Naumann lebt und arbeitet in München und Paris.
Stand Mai 2012