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Michael Lerchenberg
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Michael Lerchenberg

Michael Lerchenberg wurde in Dachau geboren. Aufgewachsen in München, machte er dort Abitur und begann ein Studium der Germanistik, Geschichte und Theaterwissenschaft an der Universität. Kurze Zeit war er dann Regieassistent am Bayerischen Staatsschauspiel München. Nachdem er die Aufnahmeprüfung an der Otto-Falckenberg-Schule München bestand, brach er sein Studium ab. Seine Theaterlaufbahn begann am Deutschen Theater Göttingen. Festspiele in Bad Hersfeld, die Städtischen Bühnen Osnabrück folgten, er beendete seine "Norddeutschen Lehr- und Wanderjahre" an den Hamburger Kammerspielen.
Zurück in München wurde er Mitglied des Münchner Volkstheater-Ensembles, wechselte dann an das Bayerische Staatsschauspiel, dem er als Gast bis heute verbunden ist.
Von 1988 bis 1998 gehörte er ferner als "singender Schauspieler" zum Stamm des Staatstheaters am Gärtnerplatz München, spielte jahrelang den Herzog Albrecht in Carl Orffs "Agnes Bernauerin" bei den Festspielen "Orff in Andechs".
Aber auch außerhalb von München war er als Gast zu sehen, etwa am Alten Schauspielhaus in Stuttgart, bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel, in Graz und Salzburg, in der Kölner Philharmonie und am Metropoltheater Berlin. Großen Erfolg hatte er mit "Shakespeares sämtliche Werke-leicht gekürzt" und als Jude Kirsch/Höllriegel in Mitterers bitterer Komödie "In der Löwengrube" auf Tournee in ganz Deutschland.
Noch als Schauspielschüler wurde Michael Lerchenberg 1978 für das Fernsehen entdeckt und spielte seine erste Titelrolle in "Der Ruepp" nach Ludwig Thoma. Seitdem wirkte er in unzähligen Film- und Fernsehproduktionen mit:
z.B.in Fernsehspielen wie Jo Baiers preisgekrönter "Hölleisengretl" als Partner von Martina Gedeck, in "Rumpelhanni" von Rainer Wolffhardt,
in Kinofilmen wie Geißendörfers "Boomerang" und Kückelmanns "Abgetrieben",
in Serien wie "Münchner Freiheit" Regie Jörg Grünler, "Löwengrube" Regie Rainer Wolffhardt, "Russige Zeiten" Regie Michael Braun, "Anna Maria-Eine Frau geht ihren Weg" Regie Celino Bleiweiss, "Soko 5113" Regie Bodo Schwarz, "Um Himmels Willen" und "Tierarzt Dr. Engel" Regie u.a. Bernhard Stephan und Holger Barthel.
An seine Stoiber-Parodie in der ZDF-Serie "Ein Bayer auf Rügen" Regie Wigbert Wicker, Walter Bannert, Werner Masten erinnert man sich gerne, ebenso an seine Auftritte als "Stoiber" beim alljährlichen "Nockherberg".
Bis 2008 stand er immer wieder als Prälat Hinter in der vielfach ausgezeichneten SAT 1-Serie "Der Bulle von Tölz" vor der Kamera, für die er auch als Drehbuchautor tätig war.
In Dennis Gansels Kinofilm "Napola" wirkte er ebenso mit wie in Folgen der Serien "Forsthaus Falkenau" Regie Andreas Drost, "Pfarrer Braun". Jo Baier holte ihn für "Karl Valentin und Liesl Karlstadt" vor die Kamera, er drehte eine Folge "Der Alte" bei Hartmut Griesmayr und "Ihr Auftrag, Pater Castell" bei Ulrich Zrenner, eine Folge "SOKO 5113" unter der Regie von Sebastian Sorger und übernahm 2010 eine Rolle in Johannes Fabricks Zweiteiler "Der kalte Himmel". 2011 drehte er u.a. "Das unsichtbare Mädchen", Regie Dominik Graf und die Folge "SOKO 5113 - Tabula Rasa", Regie Andreas Herzog.

Wenn Michael Lerchenbergs Zeit es erlaubt, wechselt er gerne mal von der Bühne an das Regiepult: am Staatstheater am Gärtnerplatz München inszenierte er die Ringsgwandl - Operette "Die Ländlerqueen sieht Morgenroth", am Prinzregententheater München das "Osterspiel" von Carl Orff und im Sommer 2002/2003 hat er für die Bayerische Theaterakademie den "Zerbrochenen Krug" auf bayerisch in der Alten Münze München in Szene gesetzt. Er inszenierte u.a. am Theater Hof  "Eines langen Tages Reise in die Nacht", am Pfalztheater Kaiserslautern "Mutter Courage und ihre Kinder" und 2012 "Die Dreigroschenoper". Am Theater Regensburg "Ladies Night"

1995-2002 hatte Michael Lerchenberg einen Lehrauftrag an der Bayerischen Theaterakademie München und gründete die "Sommerakademie für bairisches Volksschauspiel".

2008 - 2010 predigte er als vieldiskutierter Bruder Barnabas auf dem berühmten "Nockherberg" in München.

Seit 2004 ist er Intendant der Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel. Inszeniert hat er dort inzwischen mit großem Erfolg Shakespeares "Wie es euch gefällt", Mitterers "Geierwally", Thoma's "Wittiber", Orffs "Die Bernauerin", "Zwölfeläuten", "Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben" sowie 2010 "Tannöd". Er spielte auch selbst in seinen Inszenierungen, in "Wittiber" die Titelrolle, im "Brandner Kaspar" den Boandlkramer. 2011 führte er Regie in dem Rhythm & Blues Musical "Blues Brothers - im Namen des Herrn".

Auch an der Bayerischen Staatsoper München ist er zu sehen: In Leander Haußmanns Inszenierung von "Die Fledermaus" spielt er den Frosch.

Michael Lerchenberg lebt mit Frau in München.

Stand April 2012

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